Zu viel Smartphone macht unglücklich

Prokrastination (lateinisch procrastinare „vertagen“; Zusammensetzung aus pro „für“ und cras „morgen“), auch extremes Aufschieben, ist eine Arbeitsstörung, die durch ein nicht nötiges Vertagen des Arbeitsbeginns oder auch durch sehr häufiges Unterbrechen des Arbeitens gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen der Aufgaben gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt. Dies geht fast immer mit einem beträchtlichen Leidensdruck einher. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastination)

Macht zuviel Smartphone unglücklich? Genauer: Wirkt sich der Blick auf das Handy negativ auf unser Arbeitsverhalten aus – bis dahin, dass wir wichtige Alltagstätigkeiten aufschieben oder nicht im angemessenen zeitlichen Rahmen bewerkstelligen können? Genau diese Fragen hat der Informatiker Alexander Markowetz in seinem Buch »Digitaler Burnout« untersucht. Der Wissenschaftler aus Bonn hat mit einer App das Handy-Verhalten von 60.000 Versuchspersonen untersucht. Das Ergebnis: Bis zu drei Stunden täglich beschäftigten sich die Nutzer mit dem Smartphone. Sogar beim Abendessen mit dem Partner oder bei der Arbeit griffen die Probanden zum Handy, scrollten durch Nachrichten, checkten Mails.

Für Markowetz wertet dies als bedenkliche Entwicklung: »In den letzten sechs Jahren haben Smartphones unser Leben völlig verändert«, sagte der Informatiker 2015 in einem Spiegel-Interview. »Unser Handykonsum wirkt sich bereits jetzt negativ auf unsere geistige Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit aus, macht uns unglücklich und unproduktiv.«

 Ob dies so stimmt, und ob Smartphones gar »süchtig« machen würden, wie  Bert te Wildt, Leiter der Ambulanz der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bochum behauptet, ist jedoch unter Experten aus Medizin und Psychologie heftig umstritten.

Dennoch merken wir alle doch irgendwie, dass uns die permanente Informationsflut müde macht. Die Folge ist – so Markowetz – im schlimmsten Fall ein Burnout, wie ihn Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche oder die Huffington Post-Gründerin Arianna Huffington erlebt haben. Die beiden Karrierefrauen machten die digitale Kommunikationsüberlastung mitverantwortlich für ihren Zusammenbruch. (Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/digitaler-burnout-zu-viel-smartphone-macht-ungluecklich-a-1056361.html)

Mehr über das sehr lesenswerte Buch von Alexander Markowetz erfahrt ihr hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.